Komfort 4.0

Wohlgefühle im Faktencheck:

• Sitzende Mitteleuropäer empfinden im Winter eine Raumtemperatur von 20 bis 22 Grad als angenehm, im Sommer von 22 bis 24 Grad. Oberflächentemperaturen von Wänden, Decken, Böden sollten nicht unter 18 Grad liegen. Ein behagliches Wohnklima entsteht, wenn die Differenz zwischen den einzelnen Oberflächen und Bauteilen nicht größer als 5 Grad ist.

• Frauen und Männer mögen durchaus verschiedene Temperaturzonen. Im Bad wie im Wohn- oder Schlafraum.

• Luftfeuchte spielt ebenfalls eine große Rolle. 40 bis 60 Prozent gelten in Wohnräumen als optimal. Im Bad liegt der Wert mit 50 bis 70 Prozent etwas höher, dito in der Küche mit 50 bis 60 Prozent. 

• Außerdem wichtig: Die olfaktorische Wahrnehmung frischer Luft. Letztere hat nicht nur mit dem Sauerstoffgehalt zu tun, sondern – schon wieder! – mit dem Erzfeind CO2: Der sollte in der Wohnraumluft unter 0,07 Prozent bleiben.

• Für natürliches Tageslicht in Wohnräumen gilt die simple Regel: je mehr, desto besser. Zum Wohlfühlen braucht der Mensch täglich mindestens drei bis vier Stunden Licht von über 1.000 Lux, vorzugsweise in eher weißer Lichtfarbe. Zum Vergleich: Ein deutscher Junitag bringt es auf 100.000 Lux, ein sonniger Frühlingsvormittag auf etwa 60.000 Lux.

• Auch in diesem für die Wohngesundheit so wichtigen Punkt bauen wir weit besser, als die geltenden Bauvorschriften verlangen: Nach DIN 5034 gilt ein Raum als „ausreichend beleuchtet“, wenn er in halber Raumtiefe 0,9 Prozent Tageslicht erreicht. Lichtplaner empfehlen für Wohnräume mindestens 3 bis 5 Prozent des Tageslichts, für den intensiver genutzten Wohn-Ess-Bereich eher zwischen 5 und 10 Prozent. Das bedeutet: Bei 20.000 Lux Außenlicht sind in unseren Räumen gute 1.000 bis 2.000 Lux sicher.

• Wohnkomfort 4.0 bedeutet Smart Home: Interaktive Vernetzung aller Technikkomponenten mit einem digitalen Superhirn, das nach den Vorgaben des Hausbewohner alle Wohlfühlkomponenten effizient umsetzt, steuert, kon­trolliert, dokumentiert. Gern auch in jedem Raum anders.