Wer ist verantwortlich für die Hausanschlüsse?

Hausanschlüsse sind Sache des Grundstückeigentümers respektive des Bauherrn. Der Kostenfaktor: minimum 10.000 bis 12.000 Euro. Die konkrete Summe hängt unter anderem von der Lage des Grundstückes, der Anschlusslänge und den nötigen Erdbauarbeiten ab.

Um mal eine Groborientierung zu geben: 

• Abwasser kann mit bis zu 5.000 Euro zu Buche schlagen, Frischwasser mit etwa 4.000 Euro.

• Die Kosten für den Gasanschluss setzen sich aus dem Baukostenzuschuss und den Anschlusskosten zusammen. Der Baukostenzuschuss, auch Netzkostenbeitrag genannt, ist ein einmaliger Beitrag für die Erstellung bzw. Verstärkung des örtlichen Verteilernetzes an den Netzbetreiber. Er beträgt zwischen 800 und 1.200 Euro. Der Netzanschlussvariiert zwischen 1.500 bis 2.500. 

• Für den Stromanschluss sollte man bis zu 2.500 Euro einkalkulieren, für den Telefon- bzw. Internetanschluss etwa 800 Euro.

Werden die verschiedenen Arbeiten clever abgestimmt, lassen sich einige Euro sparen: Teure Erdarbeiten, verschiedene Leitungen und Kabel können auf einen Streich verlegt werden. Übernehmen Bauherren die Erdarbeiten selbst, ist das ein weiterer Sparfaktor.

Wichtig: Der Bauherr ist auch für  den Bau­strom und die Wasserversorgung während der Bauphase zuständig .

 

Frisch- und Abwasserleitung

Mit dem Wasseranschluss muss ein Installationsunternehmen beauftragt werden. Das soll sichern, dass der Anschluss der DIN-Norm 1988 entspricht.

Den Antrag auf Frisch- und Abwasser füllt der Grundstückseigentümer aus. Nach Antragsgenehmigung teilt der Wasserverband dann Kontaktdaten von qualifizierten Installateuren mit.

Gut möglich, dass ein zusätzlicher Regenwasseranschluss notwendig ist, wenn eine ausreichend große Fläche fehlt, um das Wasser versickern zu lassen.

 

Die Stromversorgung

Der Stromanschluss fürs Haus ist beim zuständigen Netzbetreiber zu beantragen. Den Elektriker sucht und beauftragt der Bauherr. Der meldet dem Netzbetreiber, wenn der Anschluss installiert ist. Der Bauherr kann und muss sich für einen Stromlieferanten seiner Wahl entscheiden; der muss nicht mit dem Natzbetreiber identisch sein.

 

Solarstrom/Speicherbatterie extra anmelden

Die Nutzung einer Photovoltaikanlage und einer Speicherbatterie muss der Bauherr rechtzeitig bei dem zuständigen Netzanbieter mit dessen umfänglichem Formular beantragen. Entsprechenden Erfahrungen folgend, sollte ausdrücklich auf den Einbau eines für Solaranlagen und Speicherbatterien geeigneten Stromzählers bestanden werden.

Ferner muss der Bauherr die Inbetriebnahme nebst Bestätigung durch den ausführenden Installateur dem Netzbetreiber und separat der Bundesnetzagentur anzeigen, die der Anlage eine eigene Betriebsnummer zuteilt.

 

Der Gasanschluss

Die Kosten für einen Gasanschluss hängen entscheidend von der Entfernung zwischen öffentlicher Versorgungsleitung und Hauseinführung ab.

Wegen strenger Sicherheitsvorkehrunge muss der Gasanschluss durch den lokalen Energieversorger gelegt werden. Nur dieser kann sowohl Sicherheit als auch Funktionalität garantieren. Zugelassene Monteure legendann  die Leitung dabei in einen 0,6 bis 2,0 Meter tiefen Schacht,  führen die Rohre durch eine dichte Hauseinführung und installieren die Hauptabsperreinrichtung.

Den Antrag für den Gasanschluss kann meistens online gestellt werden. 

 

Der Telefonanschluss

Der Antrag für den Telefonsanschluss sollte rechtzeitig beim zuständigen Netzbetreiber gestellt werden. Oft liegt dem Antrag für den Stromanschluss liegt oft ein Antragsformular für den Telefonanschluss bei.

Die Leitungen von der Straße auf das Grundstück und ins Haus können über der Erde und unterirdisch verlegt werden. Letzteres ist heute üblich.


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