Zwei auf einen Streich

Doppelhaus – erschwinglicher als im Alleingang

Zu teilen ist oft identisch mit Zugewinn an Lebenslust. Ein Doppelhaus bestätigt diese Weisheit mühelos: Die Grundstücks- und Hauskosten reduzieren sich, das nachbarschaftliche Miteinander potenziert sich, die Privatheit darf sich trotz aller Nähe ungestört entfalten.

Es ist wie geschaffen für Leute, die es klaglos ertragen, wenn gelegentlich mitternächtliches Gelächter von der Terrasse nebenan ins Schlafzimmer schwappt. Die sich vom Glück verwöhnt fühlen, wenn mitten im größten Heimarbeitsdruck die Nachbarin anbietet, die kleine Tochter für ein paar Stunden auf den Spielplatz zu entführen. Die es okay finden, wenn ihr Rasenroboter sich unverdrossen auch der nachbarschaftlichen Wiese annimmt. Ein Doppelhaus ist die volle Ladung Nachbarschaft. Und in Zeiten, in denen Bauland immer knapper und immer teurer wird, ist es häufig auch eine erschwinglichere Wohneigentumslösung: Grundstück geteilt durch zwei. Zwei auf einen Streich. Ideal für urbane Baulücken.

Flächengewinn in der Höhe

Diese Nähe von privatem und öffentlichem Leben hat Architekt Sven Propfen in einem kompakten 4.0-Hausmodell untergebracht.  Ohne sich in irgendeiner Weise gestalterisch oder komfortmäßig einzuschränken.

Die Fassade zeigt sich detailverliebt in hellem Putz mit verklinkerten Wandscheiben zwischen den Fenstern. Diese Mixtur bedient verschiedene Geschmäcker, bringt Lebendigkeit in die Optik und ist ein unaufwendig-raffinierter Trick, im Zusammenspiel mit den hohen schmalen Fensterformaten die Senkrechte des Baukörpers zu betonen.

Unterm steilen Satteldach finden drei Geschosse Platz – beschränkte Grundfläche wird also in der Höhe kompensiert. Und durch eine kluge Grundrissorganisation optimiert. Beispielsweise durch den Vorschlag, die Hauseingänge an den Giebelseiten zu platzieren. Den Wohnräumen bleibt so die lange Hausseite für Fenster und Ausblicke. Im zentralen Wohnbereich mit offener Küche sogar in zwei Himmelsrichtungen.

Spielräume für eigene Ideen

Treppensteigen ist in der Doppelhaushälfte ein Alltagsvorgang. Das notwendige Auf und Ab lässt sich nach Ansicht des Architekten beispielsweise durch ein WC beziehungsweise Bad auf jeder Etage reduzieren. Wer wo welches Zimmer belegt, ob die Galerie im Obergeschoss tatsächlich sein muss, an welcher Wand die Küchenzeile ihren Platz findet – darüber soll jede Bauherrenfamilie unbedingt nach ihrer Fasson entscheiden.

Dieser Grundriss hier ist kein Dogma, er ist eine Einladung zum Nachdenken. Eine Haus 4.0-Wand, die vorgefertigt auf die Baustelle kommt und in der bereits alle Leitungen verlegt sind, lässt nämlich, solange der Statiker nicht aufschreit, jede Menge architektonischer Einfälle zu.

Entwurfsvorschlag Grundriss


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Nettogrundfläche
(nach Wohnflächenverordnung)
146,41 m²

Wohnfläche gesamt
(nach DIN 277)
127,92 m²

Zero-CO₂-Paket
PV-Anlage, Batteriespeicher, Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Wärmerückgewinnung

Photovoltaik
5,5 kWp

Batteriespeicher
5,5 kWh

Progn. Energieertrag
4,61 kWh/a

Gesamtenergiebedarf Wohnen
(Heizung/WW/Strom)
3,84 kWh/a

Strombedarf E-Pkw
Fahrleistung 12.000 km (17 kWh/100 km) 2.040 kWh

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