Ganz schön schräg

Pultdachhaus – eine gute Alternative zu steil & flach

Das Satteldach ist zu tradiert? Das Flachdach zu mutig? Dann eben das Mittelding: ein Pultdach. Das in der Variante „versetzt“ ziemlich viel Esprit ins Spiel bringt. Und Raumgewinn ins Obergeschoss.

Dem Pultdach geht es wie dem Flachdach: Man mag es. Oder nicht. Polarisierung pur. Wer nicht an einer örtlichen Bauordnung scheitert, für die alles jenseits klassischer Satteldächer suspekter Modernismus ist, offenbart mit einem Pultdachhaus, wie viel Freigeist und Das-sind-wir-Verwirklichung in ihm steckt.

Spürbarer Zugewinn an Fläche

Diesem Entwurf hat Architekt Sven Propfen ein sogenanntes versetztes Pultdach aufgesetzt: zwei Dachflächen in unterschiedlichen Höhen. Man kann sich gut vorstellen, wie viel Lebenslust und Esprit unter so einem dynamischen Gebilde zuhause sind, oder?

Und wie viel Raum. Die 28-Grad-Dachschrägen bringen spürbaren Zugewinn an  Fläche. Unten 79 Quadratmeter, oben reichlich 66. Abstufungen in Erst- und Zweitklassiges fallen in diesem Haus aus. Das Obergeschoss konkurriert ungeniert mit dem unteren, auch bei den Lichtverhältnissen.

Was mit starken Gesten auftritt, läuft Gefahr, rasch an Wirkung einzubüßen. Sven Propfen hat deshalb neben dem dominanten Dach auf weitere Effekte verzichtet und einen sachlichen, unprätentiösen Baukörper entworfen. Die quer liegenden kleinen Fenster rhythmisieren einerseits die Fassade, sind aber inbesondere auf der Nordseite des Hauses zugleich konstruktiver Wärmeschutz.

Verführerische Ideen

Das Erdgeschoss vereint in einem geschmeidigen Kontinuum Kochen, Wohnen, Essen und bezieht hinter der bodentiefen Fensterfront ganz selbstverständlich den Garten mit ein. Es ist legitim, dass eine umsichtige Architektur bewährte Ideen recycelt. Also her mit der Speisekammer! Kälte-, Vorrats-, Abstellraum – magere 2,5 Qua­dratmeter und ein so umfänglicher Alltagsservice!

Die Galerie im Obergeschoss ist auf den ersten Blick eine bestechende Idee. Möglich, dass sie beim zweiten Nachdenken größeren Kinderzimmern oder einem geräumigeren Bad „geopfert“ wird.

Genau solche Bauherren wünscht sich Architekt Sven Propfen. Weitwinkelblick. Welche Raumorganisation tut uns heute gut? Wie beweglich ist sie, um auch später bei veränderter Familienkonstellation nicht zu schwächeln?

Entwurfsvorschlag Grundriss


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