AktivPlus Baustandard

Ganzheitlich Denken ist der Schlüssel für einen klimapositiven AktivPlus-Baustandard. Die bisherige starre Fixierung auf Dämmen und Heizenergiesparen hat uns bei der Energiewende um den Erfolg gebracht – und beinahe den Blick verstellt auf unser eigentliches Problem: Klimapositives Bauen. Gemessen an der CO2-Bilanz der Gebäude.

• Der AktivPlus-Standard bezieht die gesamte tatsächlich benötigte Energie in die Gebäudebilanz ein. Nicht nur Heizung und Warmwasser, sondern auch den Stromverbrauch (der heute oft 50 Prozent ausmacht). Und den gesamten Gebäudezyklus: Errichtung, jahrelange Nutzung bis zum Rückbau am Ende.

• Expertenrat: Optimal ist ein Gesamtenergieverbrauch kleiner 30 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Dafür genügt eine KfW-55-Dämmung. Klimapositive Gebäude produzieren in der Jahresbilanz alle nötige Energie für Wohnen und E-Mobilität regenerativ, speichern und managen sie selbst.

• Haus 4.0-Beispiel: Das Satteldachhaus SDH 127 erreicht bei installierter PV-Leistung von 9,9 kWp einen Solarstromertrag von ca. 9.180 kWh pro Jahr. Mit einer 7,5 kWh-Speicherbatterie deckt es den prognostizierten Energiebedarf der Familie (für Heizung/Warmwasser/Strom) von ca 3.822 kWh. Mit den übrigen Solarstromüberschüssen kann ein Elektro-Pkw 15.000 bis 30.000 km fahren, dazu E-Bikes aufgeladen werden.

• Die Vernetzung innovativer Energie- und CO2-Lösungen mit wohngesundem, smartem Komfort – ohne dogmatische Bautechnikvorgaben – sichern den Wertzuwachs klimapositiver Gebäude.